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Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiges Theater der Preparatoria
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Aufführungen:
Die Darsteller und ihre Rollen:
Mutter Anika Müller Joe Robin Krakowski Jill Greta Einfeldt Der Mann Henry Höckendorf Ein Junge Henry Höckendorf Die Kinder Kerstin Wittig, Marie Gonzalez, Anika Müler,
Juán Gonzalez, Carlos Itzamna Sanchez
Die Darsteller und ihre Rollen:
Frau Wrage Katharina Wienke Herr Deer Alessandro Malfatti Frau Bieler Catherina A. Kirchhoff Herr Ackermann Cornelia Kirschey Frau Müller Fernanda Mujica Herr Krause Robin Krakowski Herr Neuschwander Martin Markowski Frau Jenkins Steffi Eckermann
Die Darsteller und ihre Rollen:
Buddy Robin Krakowski Cindy Johanna Krückeberg Das Mädchen Laura Pengel Piggy Charlotte Kießig Minus Marel Juárez Ortega Silly Stefanie Eckermann Party Antonia Meyer Magda Estefania Muciño Castillo Snappy Anne Esch Woodschlock Camillo Kießig Schkreker Santiago Bañuelos Foncerrada Fotos in der Galerie
Edward Bond (E. Bond gehört zu den berühmtesten englischen Gegenwartsautoren) (* 18. Juli 1934 in London) wurde als Arbeiterkind im Londoner Vorort Holloway geboren. Edward Bond verließ bereits als Sechszehnjähriger die Schule und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben. 1956 schrieb er seine ersten Gedichte und Stückentwürfe und 1960 trat er einer Dramatikergruppe bei, zu der auch die Dramatiker John Osborne, Arnold Wesker und John Arden gehörten.
Sein Erstlingswerk Gerettet hatte am 3. November 1965 im Royal Court Theatre in London Premiere, es wurde jedoch kurz danach von der Theaterzensur verboten. In Deutschland gehörte es zu den meistgespielten Stücken der 60er Jahre. 1967 bat ihn Michelangelo Antonioni am Drehbuch für seinen Film Blow up mitzuwirken. Der Film wurde zum Kultfilm der Swinging Sixties in Europa.
Ende der 1960er Jahre konnte er sich auch endgültig als Dramatiker durchsetzen. Seine Stücke Trauer zu früh und Schmaler Weg in den tiefen Norden hatten zwar weiterhin Probleme mit der Zensur, doch dies bedeutete auch Werbung für den jungen Autor. In Deutschland wurden seine Stücke gefeiert. Peter Stein inszenierte Bond an den Münchner Kammerspielen und in Zürich. Große Erfolge wurden Anfang der 1970er Jahre seine Lear-Bearbeitung und das Stück Die See. Weitere bekannte Stücke: Der Irre, Sommer, Kriegsspiele (in drei Teilen), usw..
Inhalt:
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Joe ist noch ein Kind. Aus Liebe zur Mutter brennt er ein Haus ab und tötet dabei einen Jungen. Das ist der Auftakt zu einer schaurigen Reise, auf die sich der Junge, zusammen mit anderen Kindern, aus Verzweiflung und Ohnmacht begibt. Eine Katastrophe hinter sich lassend, stolpern die Kinder in die nächste. Aus Reue retten sie einen kranken Mann vor dem Sterben. Sie nehmen ihn mit auf ihre Flucht, weg von zu Haus, eine Reise durch eine schaurige Welt. Die Welt, die sie betreten, ist leer. Allein, auf sich gestellt, suchen sie ein Ziel.
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Die deutschsprachige Erstaufführung (Deutsch von Brigitte Landes) fand am 1. Februar 2003 am Staatstheater Cottbus in der Inszenierung von Christoph Schroth statt.
Fausto Paravidino, 1976 in Genua geboren, gilt als „Wunderkind“ der neusten italienischen Dramatik.
Er lebt und arbeitet als Schauspieler, Regisseur und Autor in Rom. Mit seinem siebten Stück überraschte der römische Theaterautor
deutsche Kritiker derart, dass seine „Peanuts“ von „Theater heute“ 2003 zum besten ausländischen Stück gekürt wurden.
Dieses Theaterstück entstand Ende 2001 unter dem Eindruck der Auseinandersetzung zwischen Polizei und Antiglobalisierungs-Demonstranten in Genua.
Damals demonstrierten Hunderttausende gegen den G8-Gipfel, das Treffen der acht mächtigsten Regierungschefs der Welt.
Die Antwort des italienischen Staates auf die Massenproteste war für Carlo Guliani tödlich und für eine Vielzahl von DemonstrantInnen
traumatisierend:
Der Autor wuchs sozusagen mit Charles M. Schulz' „Peanuts“ - Figuren auf. In „Noccioline“ (so der Titel im italienischen Original),
das in comicartig kurzen Sequenzen ein Bild der Grundstimmung und Problematik seiner Generation aufzeichnet, macht er sich die Sprache,
die Charaktere und nicht zuletzt die Mischung aus naiv - ungezwungener und beißend - boshafter Atmosphäre des Cartoons gelungen zunutze.
Im ersten Teil des Stückes erleben wir Jugendliche in ihrer täglichen Banalität. Auf einem Luxussofa Coca-Cola schlürfend und vor der
Glotze lümmelnd, profitiert die Clique, Mitglieder der Fernseh- Spaß- und Partygesellschaft, von der Tatsache, dass einer von ihnen (Buddy)
von reichen Leuten damit beauftragt wurde, während deren Abwesenheit auf ihre Wohnung aufzupassen. Die Jugendlichen nehmen die Wohnung nach
und nach in Besitz und sich damit auch das Recht, Teile derselben zu zerstören. Als jedoch der Sohn des Hausherrn auftaucht, machen sie sich,
von Buddy als Freunde verleugnet, aus dem Staub.
Peanuts ist aber kein poppig-bunter Comicstrip mit Slapstick-Einlagen, sondern ein wütendes,
bedrückendes Theaterstück über Konsum, Langeweile, Aggression, Feigheit und das wahre Leben im falschen System. Paravidino zeigt Typen, wie
sie uns heute täglich begegnen - modern, ohne Seele, aber mit Marken- und Konsumbewusstsein. Die lethargischen Fernsehsüchtigen mit den flotten
Sprüchen taumeln ohne Sinn und Ziel durch eine Welt, die nicht die ihre ist und sie zunehmend gewalttätig, berechnend oder unterwürfig werden
lässt. Dem oft kindischen Ton der Szenen setzt Paravidino schwerwiegende Überschriften wie beispielsweise „Globalisierung und
Internationalisierung“ oder „Gesetze des Marktes“ entgegen, die die Aufmerksamkeit auf sozialpolitische Prinzipien und politische
Slogans unserer Zeit lenken. Was sich da verdeckt in heiter-harmlosen Szenen als Unterton durch den ersten Teil des Stückes zieht, ist
auch die Frage nach Besitzrecht und Recht auf Besitzergreifung in einer Zeit, in der die Spaltung der Weltgesellschaft in Arm und Reich
durch Machtmissbrauch immer schneller und schneller fortschreitet.
Um die Spaltung der Gesellschaft geht es auch im zweiten Teil des Stückes, das durch einen krassen Schnitt Jahre später angesiedelt ist.
Wir finden dieselben Personen wieder, aber nun älter, erwachsener und teilweise sehr verändert. Die Handlung spielt in der repressiven
Atmosphäre eines Gefängnisses, wie es etwa das von Bolzaneto sein könnte, in dem während des G8-Gipfels von Genua Demonstranten inhaftiert
und erniedrigt und misshandelt wurden oder wie es in letzter Zeit in Guantanamo, im Irak usw. anzutreffen ist. Die Figuren des Stückes sind
nun aufgeteilt in Täter/Folterer und Opfer.
Erprobt wird ein Foltersystem im Namen von Demokratie und Verantwortung. Der Terror wird zur
unabdingbaren Notwendigkeit für das Überleben der Macht. Durch einen simplen Zeitsprung führt Paravidino uns die Fragilität des einzelnen
Menschen und seiner Entwicklung vor Augen. Buddy ist es, der, als er im Begriff steht, seinen "Freund" Minus zu töten, die Frage nach dem
auslösenden Moment stellt.
Er unternimmt den illusorischen Versuch, das Ende des ersten Teiles noch einmal, aber diesmal komplett anders zu
erleben, da er sein damaliges Verhalten als mangelnde Solidarität gegenüber seinen Freunden sieht, was möglicherweise das spätere Schicksal
aller Beteiligten besiegelt hat.
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