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„Wir bedanken uns bei der Deutschen Schule, allen Schülern und Lehrern dafür, dass sie Studenten wie uns die Erfüllung ihres Traums möglich machen“ Die Stipendiaten
Andrea Chapela, Schülerin der 12. Klasse, Abiturzweig, Mai 2007: „...In dieser Woche haben wir auch
vier von unseren fünf Stipendiaten kennen gelernt. Sie reisten von Puebla, bzw.
irgendeinem Dorf an, um uns zu erklären, was sie machen und welche ihre Ziele
sind. Aktuell haben wir fünf Stipendiaten und drei "Ex-Stipendiaten":
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Venancio Reyes Méndez Studierte Betriebswirtschaftslehre in Teziutlán, Puebla
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Maribel Huerta Huerta Studierte
Lehramt für Sekundarstufe I in Teteles de Ávila Castillo, Puebla Arbeitet in Chignahuapan, Puebla
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Rocío Alcántara Esteban Studierte
Lehramt für Sekundarstufe I in Teteles de Àvila Castillo,
Puebla.
Abschluss im Juli 2004.
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Guadalupe Hernández Castillo Studiert Medizin an der Universität Puebla (BUAP)
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Zenaida Vásquez Mayolo Studiert Betriebswirtschaftslehre an der Universität Puebla (BUAP)
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Alejandra Salazar Iturbide Sie studiert
Chemie an der Universität Puebla (BUAP)
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Alfredo Martínez Castañeda Er studiert
Veterinärmedizin und Agrarwissenschaft in Teziutlán, Puebla |
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Er studiert "Regionale
Entwicklung" und engagiert sich für die Alphabetisierung von Erwachsenen, die kaum Schulbildung
haben bzw. die nur Nahúatl sprechen. |
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Auszug aus einem Text von Elke Reuter aus dem Bericht an die Spender 2006:
Schüchtern wendet sich Juan an Rocío:
Er möchte mir ihr über die Möglichkeit
eines Stipendiums sprechen. Er, Rocío, andere Studenten und ich nehmen an den
niedrigen Bänken der öffentlichen Bibliothek Platz. Er möchte ein Diplomado
machen, platzt er heraus, es geht um landwirtschaftliche Entwicklungsprojekte.
Und dann berichtet er und während er spricht, gewinnt er an Sicherheit, seine
großen braunen Augen strahlen.
Er habe sich erkundigt, in Zautla, ca. eine
Stunde in Richtung Puebla, gebe es ein Institut, da könne er diese Ausbildung
machen. Einmal im Monat würde er dort eine Woche verbringen und studieren, die
restliche Zeit könnte er sein eigenes Projekt hier im Dorf realisieren. Was das
denn sein könnte, fragt Rocío? Juan weiß es schon genau: ein Gewächshaus, eine
Gärtnerei. Auch kann er schon über die
Kosten berichten: Kost, Logis und Unterricht, alles zusammen für 400 Pesos, dazu
komme der Bus nach Zautla.
Gut! befindet Rocío, hört aber erst mal, welche Vorschläge Alfredo hat: Er bittet um ein Stipendium für ein Studium der Tiermedizin. Er weiß genau, wo er es studieren will und was es kostet. Es ist auch schon zwanzig im Gegensatz zu dem erst siebzehnjährigen Juan. Schließlich macht Adriana den Mund auf. Sie wolle Informatik studieren. Informatik? ruft Rocío aus, das letzte Mal war es noch Ingenieur! Was denn jetzt? Das weiß Adriana auch nicht so recht, studieren will sie auf jeden Fall. Rocío fängt an zu bohren: was weißt du denn, kannst du schon ein bisschen Excel, kannst du gut mit Word umgehen? Adriana senkt den Kopf. Rocío ermahnt sie, dass ein Studium der Informatik auch nicht so einfach ist. Und wie will sie im Dorf damit nützlich sein? Ein Internetcafe aufmachen?
Rocío fördert nur Ausbildungen, die auch dem Dorf dienen, sie will, dass die jungen Leute zurückkehren und dazu beitragen, dass San Antonio Rayon voran kommt! Sie macht der jungen Frau Vorschläge: Krankenpflege? Nein. Gastronomie? Nein, auf keinen Fall. Na, wenn du schon mal weißt, was du nicht willst, das ist auch schon mal was. Chemie? Ja, vielleicht... Na, dann denk mal weiter drüber nach, ermuntert Rocío das Mädchen. Es ist immer gut, wenn gerade Frauen weiter lernen, studieren etc. Denn wenn beide Eltern gebildet sind, dann studieren auch die Kinder, das bringt Mexiko voran. Überlegs dir gut und dann komm noch mal zu mir! Endlich lächelt Adriana auch mal.
Schließlich tragen wir den beiden Jungs auf, ihre Wünsche in einem Brief zu formulieren, was sie motiviert, das Stipendium sozusagen informell zu beantragen, die Ausbildung und die Kosten zu schildern. Dann wird Rocío mit den Eltern der jungen Leute reden und schließlich sehen, ob sie Geld auftreibt. Die Kasse ist nicht voll und das Geld soll nicht auf die Bewohner Rayons herabregnen.
Nachdenklich verabschieden sich die drei, Juans schöne Augen strahlen, Alfredo
schüttelt uns selbstbewusst die Hand, Adriana blickt auf ihre Schuhe.
Man muss
auch ein bisschen Reife zeigen um den großen Schritt zu wagen, das Dorf zu
verlassen und woanders zu studieren, merken wir.
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